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Ahoi // #nurmalebensagen

Ich bin in dem Bewusstsein groß geworden, dass Schönheit übers Gewicht definiert wird. Da ich schon immer zu der Kategorie Pummelfee gehörte und nicht zu der zarten Ballerina, habe ich mich nie richtig um meine Äußeres gekümmert bzw. mich bemüht, weiblich auszusehen. Über Körperpflege gingen meine Bemühungen nie hinaus.

Da meine Mutter eine Verfechterin des natürlichen Looks ist, war schminken bei uns in der Familie auch immer verpönt.

Shoppen war für mich damals auch eher ein Graus statt Freude. Alles was modern war, gab es nicht in meiner Größe und das, was es in meiner Größe gab, war nicht für mein Alter geschneidert worden. Also trug ich Jeans mit Tshirts oder Hoodys und dazu Turnschuhe.

Hinzu kam dann noch, dass ich gut in der Schule war und außerhalb meines Freundeskreises total schüchtern war.

Zusammengefasst heißt das also, dass ich nicht unbedingt ein typisch weibliches Vorbild hatte, mich sportlich anzog und meinen Mund nicht aufbekam.

Irgendwann wollte ich dann noch so niedlich sein, wie Natalie Imbrulia und Dido sein, und ließ mir die Haare kurz schneiden.

Ihr könnt euch vorstellen, dass das nicht so vorteilhaft für mich war. Aber hier der Beweis:

 So sah ich 2003 aus

Jungs fanden somit andere Mädels toll. In Disney Filmen heirateten auch immer nur die hübschen Prinzessinnen in ihren Kleidern. Und ich glaubte nicht wirklich daran, dass sich jemals ein Mann für mich interessieren würde.

Die Jahre vergingen und in Bezug auf die Jungs änderte sich auch nicht viel in meinem Leben.

Irgendwann änderte ich dann ein, zwei Sachen in meinem Leben – nein, ich drehte alles nach und nach auf links – und entdecke zum einen meine Weiblichkeit und wurde zum anderen endlich selbstbewusst.

Plötzlich interessierten sich auch Männer für mich. Jedoch traute ich dem Braten nicht wirklich und tu mich bis jetzt schwer mit Komplimenten, die ich von Männern bekomme, umzugehen.

Wenn ich ein Kompliment von einer Frau bekomme, kann ich das wunderbar einschätzen und annehmen. Lobt eine Frau zum Beispiel meine Augenbrauen, denke ich “Ja, sie hat Recht! Ich feiere meine Kosmetikerin auch jeden Tag dafür, dass sie mir meine Brauen so geil gezupft hat!”

Kommt das selbe Kompliment jedoch von einem Mann, denke ich “Alter, bist du schwul oder warum achtest du auf Details wie meine Augenbrauen?!?” Ich werde dann immer leicht rot und misstraue dem Typen.

Noch ungläubiger werde ich dann bei Komplimenten, die beispielsweise meinen Bauch betreffen. Sagt hier ein Mann, dass er meinen Bauch mag, schrillt bei mir innerlich die Ungläubigkeits-Glocke und eine kleine Stimme flüstert mir ins Ohr: “Fetisch! Feeder!”

Das nicht jeder Mann, der meinen Körper mag, ein perverser Typ ist, weiß ich natürlich kognitiv. Dieses auch zu fühlen und anzunehmen, lerne ich immer mehr. Dabei hat mir das Schreiben meines Blogs auch deutlich geholfen. Noch mehr hat es mir geholfen, zu erfahren, dass auch andere kurvige Frauen diese Gedanken bei Komplimenten haben und dass ich damit nicht alleine bin.

Meines Erachtens liegt der Schlüssel fürs Annehmen-Können von Komplimenten in dem eigenem Selbstvertrauen und dem Selbstwertgefühl. Sich selber gut zu finden und anzunehmen, wie man ist, dauert seine Zeit. Aber hält auch eine tolle und intensive Reise für das eigene Leben bereit.

Daher möchte ich allen Jungs und Mädels da draußen Mut machen, an sich selber zu glauben und sich selber zu lieben! Wir haben nur ein Leben und sollten darin auch die Hauptrolle spielen. Und um unser Leben richtig genießen zu können, gehört auch die Fähigkeit, Komplimente für bare Münze nehmen zu können.

Es macht mich richtig stolz, dass das Online Magazin Soulfully mich zum Paten ihrer Aktion #nurmalebensagen erkoren hat. Soulfully kennt die Macht von Komplimenten und sammelt sie deswegen, um sie mit der Welt zu teilen! Wenn ihr schon einmal ein besonders schönes Kompliment erhalten habt oder selbst jemandem eins machen wollt, dann steht euch der Komplimente Creator rund um die Uhr zur Verfügung. Lasst uns einen Candy Storm hervorrufen 🙂

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