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Curvyfit // SportChallenge – 5 km schwimmen (Teil 2)

Curvyfit // SportChallenge – 5 km schwimmen (Teil 2)

Mittwoch

Beschwingt und stolz auf mich selber, dass ich am Vortag die ersten 50 Bahnen geschwommen bin, startete ich in den Mittwoch. Der erwartete Muskelkater blieb aus, was ich sehr aufheiterte.
Auf der Arbeit fragten mich meine Kolleginnen, ob ich denn tatsächlich schwimmen war und wie viel ich geschafft hätte.
Ich kassierte anerkennendes Nicken als Bestätigung meiner Leistung des Vortages.
Dann kam die Frage, ob ich denn heute wieder los wolle. Ich bejahte und verwies auf den freien Platz in meinem Auto und meinem Freizeit Schwimmteam.
Grundsätzlich sei Schwimmen eine schöne Sache, aber gerade heute nicht so passend, brachten meine Kolleginnen mir entgegen. Ich grinste zustimmend und war mir gewissen, dass ich heute genug Motivation hatte, um die nächsten 50 Bahnen zu meistern.

Kurz vor Feierabend sprach ich dann mit meiner Kollegin Vanessa, die ich den ganzen Tag nicht so wirklich gesprochen hatte. Ich erzählte ihr über meine Schwimmpläne und sie entschied ganz spontan, mich zu begleiten. Darüber war ich natürlich total happy.

Wir fuhren zusammen in die Schwimmhalle und meisterten vor Ort schon mal das erste Hindernis: die Suche nach einem Parkplatz. Der schönste und zugleich tragischste Vorhaben “Sport im Januar” ist die Tatsache, dass andere Menschen auch einen ganzen Sack von guten Vorsätze geschnürt haben und dass es zu kalt ist, um mit dem Rad zu fahren. Der eigentliche Sport geht dann also schon bei der Suche nach einem geeigneten Parkplatz los. Aber wer so entschlossen ist, eine Bahn nach der anderen zu ziehen, der parkt auch verbotener Weise auf einem kleinen Zipfel Grünstreifen.

Wir hatten es also geschafft und was noch wichtiger war, wir waren weiterhin motiviert. Ich war sogar so motiviert, dass ich beschloss mir eine 10-Schwimm-Karte zuzulegen. Jetzt hatte ich also den Freifahrtschein gelöst, um auch noch über meine Challenge hinaus, meine Fitness durch das Ziehen meiner Bahnen zu verbessern.

Das Schwimmbecken war gar nicht so voll, wie die ganzen parkenden Autos vor der Halle es vermuten ließen. Die meisten – überwiegend Frauen – Schwimmgästinnen nahmen am Aquarobic Kurs teil.

Vanessa und ich schwammen los. Sofort merkte ich die 50 Bahnen vom Vortag in den Armen. Vanessa war super motiviert und schwamm noch zackiger als Angela am Tag zuvor. Aber ich ließ mich von ihrem Tempo nicht beirren und besonnte mich auf meine Curvyfit Mission zurück.

Was mich besonders freute, war diesmal die Tatsache, dass ich konstant in meiner Zeit pro Bahn blieb. Am Dienstag wurde ich zum Ende hin immer langsamer, aber schon einen Tag später konnte ich meine gemächliches Tempo von 25 Meter / Minute (1,5 km/h) halten.

Vanessa führte auch eine neue Zählung ein. Bisher hatte ich alle 25 Meter als eine Bahn gezählt. Sie fand es movierender erst nach 50 Meter eine Bahn eine Bahn sein zu lassen. “Somit müssen wir ja nur 25 Bahnen schwimmen und das hört sich nicht so gewaltig an wie 50”, erklärte sie mir.

Sie hatte Recht. Wir schwammen die 25 Bahnen, aber kurz vor Ende änderte ich die Zählweise wieder. “…98, 99, 100!”

Es war vollbracht. Die Hälfte meiner Challenge war somit geschafft. 2,5 Kilometer an zwei Tagen lagen hinter mir. Ich freute mich unendlich über diesen kleinen Erfolg.

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Donnerstag

Als ich am Donnerstag wach wurde, erwachte ich ohne Stimme. Sie war einfach weg. Klar hatte ich das zarte Kratzen im Hals in den Tagen davor gekonnt ignoriert, aber dass es sich jetzt so tückisch rächen würde und mir meine Stimme klauen würde, war mir nicht bewusst gewesen.

Ich würde also nicht arbeiten gehen können. Ich wollte mich krankmelden – keine ganz einfache Aufgabe, wenn man sich telefonisch krankmelden soll und man aber nicht mehr als ein leises Gekrächzte hervorbringen kann. Ich wählte trotzdem die Nummer meins Arbeitgebers und versuchte mein Glück. Vielleicht würden sie ja auch Zeichensprache verstehen oder ich würde meine Krankmeldung per Tastentönen vorbringen können.

Als meine Kollegin ans Telefon ranging, flüsterte ich: “Hallo, hier ist Jana.” Ich kam mir vor wie ein Kidnapper, der mit verstellter Stimme seine Lösegeldforderungen der Polizei durchgeben wollte. “Jana?,” frage meine Kollegin erstaunt zurück. “Ja, ich hab keine Stimme mehr,” krächzte ich. “Das hör ich,” antwortete sie halb besorgt, halb belustigt von meine Sprächversuchen. “Ich komm heute nicht zur Arbeit,” versuchte ich weiter zu erklären. Ich ging sparsam mit den Worten um, da ich nicht wusste, wie viele mir noch zur Verfügung stehen würden. “Natürlich bleibst du so zu Hause,” erwiderte sie. “Alles klar. Bis bald!,” hauchte ich tonlos in den Hörer.

Für den Rest des Tages verkroch ich mich dann ins Bett unterbrochen von ein paar konspirativen Pausen unter der dicken Decke auf der Couch. Meine Stimme kehrte zwar im Laufe des Tages etwas wieder, aber allmählich dämmerte mir, dass ich meine Sport Challenge in dieser Woche getrost an den Nagel hängen könnte.

Ich informierte meine Mädels von Curvyfit über meinen Ausfall und sie rieten mir, mich erstmal auszukurieren. Zusammen beschlossen wir, dass ich meine Challenge fortsetzten kann, wenn ich wieder fit bin.

 

Freitag

Bett. Couch. Tee. Nasentropfen. Taschentücher. Bett.

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Samstag

Bis heute habe ich schön das Bett gehütet. An Schwimmen war in den letzten Tagen nicht zu denken. Ich werde mich nun auch noch den Rest des Wochenendes schonen und dann nächste Woche wieder angreifen.

Sonntag

Zusammen mit mir hat Julia vom Blog Inbetweenies must have die erste sportliche Challenge angenommen. Wie es ihr ergangen ist, könnt ihr auf ihren Blog nachlesen.

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