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Curvyfit // Sportchallenge – 5 km schwimmen

Curvyfit // Sportchallenge – 5 km schwimmen

Montag

Der Wecker reißt mich aus dem Schlaf und ich denke nur: Verdammt, der Urlaub ist vorbei, du musst wieder zur Arbeit! Nicht wieder einschlafen!

Mein Kater guckt mich hungrig auf meinem Nachttisch wartend an. Ich stelle den Wecker aus und checke erst mal Facebook, Instagram und Whatsapp. Beim Scrollen durch die Neuigkeiten dämmert mir langsam wieder, dass ich so eine verrückte Idee hatte, im Januar mehr Sport zu machen. Dann fällt mir ein, dass wir ja bereits Januar haben und dann zucke ich vor Schreck zusammen: ICH soll Sport machen!

Groß angekündigt – um meinen Schweinehund auszutricksen – und mit Verstärkung. Zusammen mit Anna von dem Blog noskinnybitches, Sophia vom Blog simpulsant, Sarah von Sarah-loves und Julia von inbetweenies must have soll der Januar sportlich werden. Zusammen haben wir uns formiert zu dem Blogger Projekt Curvyfit. Und zusammen werden wir uns gegenseitig motivieren und uns diversen sportlichen Challenges stellen.

5 Blogger – 5 Wochen – 10 sportliche Challenges

Das ist die Idee. Für mich ist immer noch Montag Morgen und meine Motivation schläft noch. Genauer gesagt, sie liegt im Koma. Auf den letzten Drücker schleppe ich mich zur Arbeit. Zu lange frei zu haben, ist auch nur semi gut. Im Büro freue ich mich zwar meine lieben Kollegen wieder zu sehen, der Anblick der Post, die während meiner Abwesenheit für mich gekommen ist, heitert mich nur bedingt auf.

Ich denke an meine Challenge: 5km schwimmen in einer Woche. Das sind 5.000 Meter oder auch 200 Bahnen. Das ist eine ganz schöne Strecke. Zumal ich seit einer gefühlten und geschätzten Ewigkeit nicht mehr in der Schwimmhalle war. Ich checke wohl erst mal die Öffnungszeiten der Schwimmhallen in der Umgebung. Ich habe ganze 3 Hallenbäder zur Verfügung. Die Öffnungszeiten sind eher Rentner- als Arbeitnehmerfreundlich. Jammern ändert die Öffnungszeiten jedoch auch nicht und so schreibe ich mir die Zeiten heraus und streiche mir die Zeiten an, die für mich über die Woche in Frage kommen würden. Kurz denke ich: Du könntest ja auch vor der Arbeit schwimmen gehen. Dann höre ich das laute Lachen meines Schweinehundes, der sich zusammen mit meiner Inneren Uhr vor Lachen die Tränen aus den Augenwinkeln wischen. Also werde ich wohl nach der Arbeit in die Schwimmhalle fahren.

Der Tag vergeht wie im Flug. Um kurz vor 18 Uhr merke ich dann, dass ich es heute wohl nicht mehr schaffen werde, da die Schwimmhalle bald schließen wird. Auch wenn ich keine große Lust zum Schwimmen hatte, ärgerte mich mein Zeit Management schon etwas. Ich muss mich selber überlisten!, nahm ich mir für den nächsten Tag vor.

 

Dienstag

Am zweiten Tag meiner Challenge würde ich besser vorbereitet sein. Vor der Arbeit packte ich schon meine Schwimmtasche und stellte sie ins Auto. Statt mit dem Fahrrad fuhr ich mit dem Auto zur Arbeit. Ich wollte um jeden Preis vermeiden, nach der Arbeit in die Nähe meiner Wohnung und meiner mich sirenenhaft rufenden Couch zu kommen.

Außerdem hatte ich mich mit einer Freundin verabredet. Sie würde mich in die Schwimmhalle begleiten und mich somit moralisch unterstützen. Außerdem stellte ich mir auf der Arbeit einen Timer, dass ich auch ja rechtzeitig Feierabend machen würde, um noch innerhalb der Öffnungszeiten die Schwimmhalle zu erreichen.

Diese drei Tricks waren Gold wert. Ich beendete meine Arbeit zur vorgegebenen Zeit, holte meine Freundin ab und auf ging’s Richtung Hallenbad.

Mein Badeanzug war schweinekalt. War ja auch kein Wunder, stand doch meine Sporttasche den ganzen Tag im Auto. Aber ich würde mich ja gleich warmgeschwommen haben.

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Bevor ich ins Becken stieg, präparierte ich mich erst mal umfassend. Ich hatte mir eine Taucherbrille besorgt, die mich vor lästigen Spritzwasser der anderen Schwimmer schützen würde, sowie mein wasserdichter MP3 Player, der mich mit motivierenden Songs über Wasser und bei Laune halten sollte. Ich wollte diesmal nichts dem Zufall überlassen und alle denkbaren Faktoren ausschließen, die mich beim Schwimmen daran erinnern könnten, dass ich doch gerade gemütlich auf der Couch liegen könnte.

Wir starteten unsere Schwimmbewegungen. Meine Freundin Angela machte drei Züge und fortan sah ich sie nur noch von hinten oder am Ende der Bahn auf mich warten. Ich gehöre zu der Kategorie Bleiente. Meine Schwimmfähigkeiten beschränken sich auf den Umstand nicht unterzugehen. Das bedeutet, ich schwimme verdammt langsam. Das war mir allerdings nicht neu und von daher ärgerte ich mich nicht darüber oder versuchte gar, mein Tempo zu erhöhen. Es ging ja schließlich um eine Distanz, die ich diese Woche zurücklegen wollte und keine Bestzeit, die ich erreichen wollte. 5 km bleiben 5 km.

So schwamm ich gemach meine Bahnen und die große Uhr an der einen Kopfseite der Schwimmhalle verrat mir, dass ich ca. eine Minute pro Bahn benötigte. Ich rechnete aus, dass ich für meine 5.000 Meter 3 Stunden und 20 Minuten brauchen werde. Das bedeutete für mich, dass ich wohl 3-4 Mal diese Woche in die Schwimmhalle gehen werde.

Nach einer Weile merkte ich die bereits zurückgelegten Bahnen sehr deutlich in meinen Oberarmen und im Nacken. Jedoch mischte sich langsam eine Portion Motivation in meine Schwimmbewegungen. Ich freute mich darüber, dass ich tatsächlich hier war und mein Überlistungsplan so grandios aufgegangen war. Ich freute mich auch darauf, dass ich nach dem Schwimmen eine Etappe hin zu den angepeilten 200 Bahnen erreicht haben würde. Und ich wollte Angela darum bitten, ein Foto von mir zu machen, dass ich dann im Rahmen von Curvyfit teilen kann. Zu meiner intrinsischen Motivation gesellte sich jetzt auch noch der Umstand, dass das Schwimmtraining der Männer Mannschaft begonnen hatte. Eine Horde knackiger junger Männer in Badehosen betrat die Schwimmhalle und jede zweite Bahn würde mir dieser Anblick vergönnt werden.

So schaffte ich eine Bahn nach der anderen und eine knappe 3/4 Stunde später hatte ich den ersten Kilometer geschafft: 40 Bahnen waren genommen. 1/5 der gesamten Strecke erreicht.

Ich stellte mir kurz vor, wie kaputt ich am nächsten Tag wohl sein würde und beschloss noch weitere 10 Bahn zu schwimmen. Ganz nach dem Motto: Was ich hab, das hab ich.

Mithin schwamm ich also 50 Bahnen und konnte hinter das erste Viertel der Strecke einen dicken Haken machen. Ich freute mich über mich selber und fühlte mich zwar rechtschaffend müde, aber der Stolz auf meine sportliche Leistung überwog.

Völlig kaputt knipste Angela noch dieses Bild von mir aus der Umkleidekabine. Meine Hände und Füße waren vom Wasser ganz aufgeweicht und runzelig und dokumentieren somit meine Taten in den Fluten.

 

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0 Comments

  • Patty 6. Januar 2016 13:38

    ..übrigens..was klasse ist , ist schwimmen mit taucherflossen…ich klaue mir immer die von meinem freund..das geht sowas von auf die beine…aber es wirkt und du bist wie eine rakete im wasser….optimal auch für kraulschwimmen…

    • plussize-by-nature 6. Januar 2016 15:32

      Moin Patty, vielen Dank für deinen Tipp. Ich werde mich gleich mal schlau machen, was für Flossen es so gibt. Kraulen kann ich leider nicht. Ich bin als Brustschwimmerin unterwegs.

  • Karolina 6. Januar 2016 13:40

    Ich hatte gerade einen fulminanten Lachanfall. You made my day mit diesem Satz “Dann höre ich das laute Lachen meines Schweinehundes, der sich zusammen mit meiner Inneren Uhr vor Lachen die Tränen aus den Augenwinkeln wischen.”
    Mein Schweinehund würde sich anschliessen. ;-D
    Viel Erfolg weiterhin!

    • plussize-by-nature 6. Januar 2016 15:34

      Danke, liebe Karolina! Können wir unsere Schweinehunde zusammen beim Kinderschwimmen anmelden?!?

  • plussize-by-nature 6. Januar 2016 15:35

    Ahoi Sandra, vielen lieben Dank! Heute geht es weiter, mal gucken, wie groß und wie laut der Zwergpinscher nachher sein wird.

  • lialaunebaerin 6. Januar 2016 19:12

    Ich ziehe meinen Hut vor dir! Ich finde schwimmen so dermaßen anstrengend, also Respekt! 🙂 LL

  • Greta 6. Januar 2016 22:47

    Absolut klasse und weiter so! Ich hatte letztes Jahr um diese Zeit angefangen zu schwimmen, war total motiviert und komischerweise zur Freibadsaison war es irgendwie aus. War seit sechs Monaten wohl nciht mehr schwimmen. Blöder Schweinehund!

  • colorfulcurves 7. Januar 2016 11:28

    Klasse geschrieben und – sei stolz auf Dich. Ich bin mir ganz sicher, dass Du Deinen Schweinehund ins Kinderbecken verfrachtest, während die Erwachsenen sich ner Challenge stellen <3 und vielleicht fixt Dich diese Woche so sehr an, dass Du gar nicht mehr ohne kannst.

  • Anna 7. Januar 2016 23:23

    Oh Gott ist das süß geschrieben und die Bilder erst. Wirklich toller Start!!! Mach weiter du schaffst es.

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