Reisen // 5 Dinge, die so in keinem Mexiko Reiseführer stehen

Wir sind wieder da! Zurück aus Mexiko. Was eine tolle Reise und ein wunderschönes Land. Einen ausführlichen Reisebericht bekommt ihr in Kürze.

Dafür brauche ich aber noch etwas Zeit, da ich so viel Bildmaterial habe und mich da erstmal sortieren muss. Deswegen hab ich gedacht, dass ich euch einen knackigen Reisebericht der anderen Art poste. Denn mir sind Dinge in Mexiko aufgefallen, die ich so nicht als Vorbereitung auf die Reise gelesen habe. Während unserer Zeit in Mexiko hab ich aber gemerkt, wie viele von euch mir bei Instagram geschrieben haben, dass sie auch gerne mal nach Mexiko wollen, dabei sind eine Reise zu planen oder Ängste vor dem Land haben, weil sie schlechtes gehört haben. Kurzgesagt, heute gibt es keinen Abenteuer Bericht von mir, sondern ein paar Tipps und Erklärungen zu Sachen, die mir in Mexiko aufgefallen sind.

1.) Sicherheit

Zu allererst ist mir aufgefallen, dass viele von euch mir vor, während und nach unserer Mexiko Reise geschrieben haben, dass sie Bedenken hinsichtlich der Sicherheit in Mexiko haben. Auch in Gesprächen wurde ich immer wieder gefragt, ob ich mich sicher gefühlt habe. Um euch alle zu beruhigen: Ja, ich habe mich verdammt sicher in Mexiko gefühlt. Nicht nur als Tourist, sondern auch als Frau und Mensch. Ich habe niemanden gesehen, dem Gewalt wiederfahren ist, noch hab ich mich, wenn es dunkel war, unwohl gefühlt. In Tulum und Cancun, die hauptsächlich vom Tourismus leben, schon mal überhaupt nicht. Aber auch die Metropole Mexiko City hat mir keiner ein schlechtes Gefühl bezüglich unserer Sicherheit gegeben. Klar, man muss die Augen gut auf machen, wenn man in der Stadt unterwegs ist, um nicht von einem der vielen Autos umgefahren zu werden, aber das gilt bekanntlich in jedem Land der Welt.

Ich habe die Mexikaner durchgehend als freundlich, hilfsbereit und offen erlebt, die auf einander Acht geben. Vom Gefühl her spürte ich immer einen unterschwelligen „Du bist uns nicht egal“ Vibe. Ich weiß auch nicht, wie ich das gerade besser beschreiben soll, vielleicht versteht ihr ja, was ich meine. Ich habe mich zu keiner Zeit bedrängt gefühlt oder irgendein unangenehmes Gefühl verspürt, weil mir irgendwer was gegen meinen Willen aufschwatzen wollte. Auch hab ich mich nicht (negativ) bewertet oder sexualisiert gefühlt. Die Mexikaner sind in meinen Augen sehr respektvoll und sind Steffi und mir mit sehr viel Freude begegnet.

2.) Klopapier

Ich muss euch jetzt mal ein Geständnis machen: bis vor ein paar Jahren konnte ich nicht über Klo Themen reden und nun hat hier meine zweite Überschrift den Titel Klopapier. Was ich damit genau meine: andere Länder, andere Sitten . Und hier ganz andere Sitten bzw. Umgang mit dem Klopapier. Meinen Beobachtungen zufolge ist es in Mexiko nicht überall verbreitet wasserlösliches Klopapier zu benutzen. In manchen Lokalitäten, wo wir waren, gab es lediglich Papierhandtücher und ein großes Hinweisschild, dass diese Papierhandtücher nicht in die Toilette geschmissen werden sollen. Da hab ich riesiggroße Augen bekommen bei der Vorstellung das Papiertüchlein nach dem Abputzen in einen Eimer zu werfen, der dann von irgendeiner Reinigungskraft von Hand am vielleicht erst Folgetage entsorgt wird. An diesem Punkt konnte ich nicht über meinen europäischen Schatten springen.

Beim Besuch auf öffentlichen Toiletten ist mir folgendes aufgefallen: um sicherzugehen, dass man seine kleine Nutzungsgebühr bezahlt, hängt keine Klorolle in den Kabinen. Das Klopapier gibt es zu kleinen Paketen gefaltet bei der Klofrau am Eingang. Diese Klofrau bestimmt also, wie viel Klopapier ein jeder bekommt. Du musst also schon bevor du dich hinsetzt wissen, wie viel Klopapier du maximal brauchen wirst. Denn nachfordern wird schwierig und sehr peinlich. Für diesen Fall hier ein paar wichtiger spanischer Satz: „Necesito mas papel higienico“.

3.) Verkehr

Auf unserer zweiwöchtigen Mexiko Reise haben Steffi und ich in Tulum, Cancun und Mexiko City Station gemacht. Jede dieser dieser Orte hatte andere verkehrliche Gegebenheiten.

In Tulum fuhr kein Bus, keine Bahn oder irgendeinanderes öffentliches Verkehrsmittel. Zu Fuss gehen oder mit dem Rad fahren – gute Idee bei kurzen Distanzen innerhalb der Hotelzone. Für alle anderen Wege benötigt man ein Auto. Und wenn man kein Mietwagen hat, warten die Taxifahrer schon freudig auf dich. In Tulum gibt es kein Taxometer. Hier regiert der Festpreis und der hat es in sich. Wenn ihr nicht wie Steffi und ich jeden Tag um die 50 – 60 € für Taxifahrten ausgeben wollt, dann bucht euch ein Mietwagen. Damit fahrt ihr alle mal besser und günstiger. Das Geld für die Taxifahrten waren für mich persönlich ein riesiges Ärgernis, was mir teilweise echt die Stimmung versaut hat. Daher seid schlauer als wir und bucht euch ein eigenes Auto.

In Cancun, was nur ca 130 km von Tulum entfernt liegt, sah die verkehrliche Welt schon wieder ganz anders aus: Hier fuhr ein Bus. Beim Blick auf den Buspreis hüpfte mein taxigeplagtes Reisebudget vor Freude mehrmals in die Luft. Eine Fahrt kostet hier 12 Pesos, was umgerechnet nicht mal einem Euro entspricht. Jedoch euch sei gesagt, Busfahren ist nichts für Feiglinge. Hier geht es rasant und atemberaubend zu. Die Busfahrer haben keine Zeit zu verlieren und alle einen Bleifuss. Sucht euch lieber schnell einen Sitzplatz, stehen ist zu unsicher. Und vergesst nicht, dem Fahrer beim Einsteigen zu sagen, wo ihr wieder aussteigen wollt, denn sonst fährt er einfach weiter. Busstationen sind optinal. In Cancun winkt man dem Busfahrer von der Straße aus zu, wenn man mitfahren möchte. Also schön den Daumen raus gehalten und dann gut festhalten.

In Mexiko City fanden wir wieder andere Verkehrsvoraussetzungen (ist das eigentlich ein richtiges Wort oder habe ich es mir gerade selber ausgedacht) vor: hier gab es sowohl Busse als auch eine Art Ubahn. Aber wir haben uns für die Datenkrake Uber entschieden. Es war das erste Mal für mich, dass ich diese App genutzt habe und nachdem wir den nervigen und aufwendigen Registrierungskram hinter uns gebracht haben, hat die App ganz schön gute Dienste für unser Fortkommen. Einziger Nachteil an Uber: man braucht Internet. Steffi und ich hatten uns keine mexikanische Simkarte gekauft, deswegen waren wir auf WLAN angewiesen. Das bedeutet, dass wir unsere Fahrten so planen mussten, dass wir dann für den Rückweg wieder ein freies WLAN finden würden, damit wir dort von einem Fahrer abgeholt werden konnten. Denn wir hatten da einfach nicht mehr die Musse uns mit den Eigenarten der Öffis von Mexiko City auseinander zu setzen.

Kurz zusammengefasst hier also mein Tipp für die drei Städte: Tulum – Mietwagen, Cancun – gut festhalten, Mexiko City – Uber und je nach Aufenthaltslänge eine Simkarte fürs Internet.

4.) Rauchen

Das Thema Rauchen fand ich in Mexiko richtig paradox. Zigaretten sind billig und auch überall zu kaufen, doch keiner raucht mehr in Mexiko. In den Außenbereichen von Restaurants und Hotels werden keine Aschenbecher bereit gestellt (erst auf mehrfache Nachfrage) und auf der Straße habe ich niemanden rauchen gesehen! Wie hat dieses Land es geschafft, rauchen als Gesellschaft so uncool zu machen ohne es zu verbieten oder die Preise ins Unermessliche zu steigern? Spannende Frage, auf die ich leider keine Antwort gefunden habe. Wenn von euch jemand die Antwort kennt, erzählt sie doch bitte in Deutschland rum, denn in Bezig auf dieses Thema könnten wir uns von Mexiko noch eine Scheibe abschneiden.

5.) Sonnen- und Insektenschutz

Mexiko steht für Sonne. Hier scheint die Sonne immer, also tagsüber, und deswegen braucht ihr Sonnenschutz. Auch nach dem Sonnenbaden hungert eure Haut nach Feuchtigkeit. Ich hatte das Gefühl, dass die vielen Autoabgase in Verbindung mit dem hellen Licht meine Haut sehr ausgetrocknet haben. Darum viel trinken und noch mehr cremen. Zusätzlich nimmt euch noch was gegen Mückenstiche mit. Da ich euch zu diesem Thema nicht mehr nützliches schreiben kann, hab ich euch stattdessen ein paar Produkte rausgesucht, die ihr dann mit auf eure Mexiko Packliste schreiben könnt:

Oder guckt schaut direkt bei Douglas und Co. vorbei.

 

*Dieser Blogpost enthält Werbung, wegen Markennennung & -erkennung.

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