Ahoi // Ich ziehe nach Köln – Wieso? Weshalb? Warum?

Plus Size by Nature Köln

Ahoi meine Lieben!

Auf meinen Blog war es die letzte Zeit etwas still um mich. Ich bedanke mich schon mal bei allen, die mir geschrieben haben, dass sie mehr von mir lesen wollen und warten. Ihr seid echt die Besten!

Aber mal von Anfang an. Warum bin ich in der letzten Zeit nicht zum Bloggen gekommen? Wieso hört man so wenig von mir?

Ich verrat es euch. Dafür muss ich allerdings etwas weiter ausholen.

Ende 2016 hatte ich mich nach langer Überlegung dazu entschlossen einen Aufhebungsvertrag mit meinem alten Arbeitgeber zu schließen. Ich hatte noch nichts neues, hatte aber einen Plan und Selbstvertrauen, dass sich mein Plan erfüllen wird.

Das erste Halbjahr 2017 hab ich dann damit verbracht, meinen Plan mehr zu formen und Wege herauszufinden, wie ich die Umsetzung meines Plans vielleicht schon mal antesten könnte.

Ich will euch nicht weiter auf die Folter spannen; mein Plan war es, mich beruflich und räumlich neu zu orientieren. Zur Auswahl standen die Städte Hamburg, Berlin und Köln. Und beruflich war für mich die Frage, ob ich in meinem alten Beruf weiter arbeiten möchte oder ob ich beispielsweise die Fortbildung zur Mediatorin machen sollte.

Um diese wichtigen Entscheidungen zu treffen, hab ich Zeit gebraucht. Besonders der Gedanke, meine Heimat zu verlassen und noch mal komplett neu anzufangen, hat mir schon einen heiden Respekt eingejagt. Ich musste mir Gedanken machen, wo ich mich sehe, wo ich mich hin entwickeln möchte und wie ich mir meine Zukunft vorstelle. Darüberhinaus musste ich für mich eine ehrliche innerliche Bilanz ziehen, was gut und erhaltenswert an meinem Leben war und was noch ausbaufähig in meinen Augen an mir war.

Die erste Entscheidung, die ich getroffen hatte, war, dass ich mich für Köln entschieden hatte. Köln gefällt mir, die Leute sind offen, es gibt in meinem Sektor genug Jobs, die Verkehrsanbindung ist gut, es gibt Wasser und ich hab einen großen Bekannten-und Freundeskreis durchs Bloggen im Kölner Raum.

Paralell zu meinen Überlegungen hatte ich mich allerdings auch schon das ganze Jahr in meinen eigentlichen Job beworben. Ihr wisst ja, sicher ist sicher.

Dadurch ist dann auch ein Headhunter auf mich aufmerksam geworden. Mein berufliches Profil scheint wohl momentan sehr gefragt zu sein. Daher hatte ich plötzlich ganz viel Kontakt zu den Mitarbeitern von Page Personnel. Ab Juni rief mich fast täglich jemand von denen an und stellte mir interessante Stellen im Personalbereich in der Kölner Region vor. Es folgten dann Telefoninterviews und dann in einem nächsten Schritt auch Einladungen zum Vorstellungsgespräch in Köln.

Ende Juni reiste ich dann für zwei Tage nach Köln, nahm zwei Gespräche wahr und einen Tag später wurde mir mitgeteilt, dass ich beide Firmen überzeugt hatte und mir einen Job aussuchen könne.

Damit hatte ich natürlich in dem Tempo nicht gerechtnet. Gelinde gesagt, hatte mich diese Neuigkeit auch etwas überfordert, da plötzlich die Realisierung meines Plans so greifbar war. Es ist eine Sache, sich alles für sich selber zu überlegen, aber eine ganz andere Sache, wenn es auf einmal wirklich möglich ist.

Das war der Moment, wo mir der Arsch auf Grundeis ging. Ich wollte in meiner kleinen vertrauten Welt bleiben. Alles beim Alten lassen und die Welt sich ohne mich weiter drehen lassen.

Ich sprach mit Freunden, die auch schon mal in eine neue Stadt gezogen sind und neu angefangen hatten, und die bestätigten mir, dass es total normal sei, dass ich jetzt diese Gedanken hatte. Mein Freund Micha sagte mir: „Wenn dir die Entscheidung einfach fallen würde, deine Heimat zu verlassen, dann hast du was falsch gemacht! Denn das würde bedeuten, dass du in deiner Heimat keine engen Bindungen hast, keinen emotionalen Spuren hinterlassen hast und einfach ein Mensch bist, den keiner vermissen würde. Der Umstand, dass es dir so schwer fällt, zeigt doch, dass du alles richtig gemacht hast. Und um so mehr zeigt es das, weil alle deine Lieben dich bei deinem Vorhaben, nach Köln zu ziehen, so sehr unterstützen.“

Das war für mich die Schlüsselaussage! Plötzlich verstand ich meine Situation und die mit der anstehenden Entscheidung zusammenhängenden Emotionen. Meine Entscheidung war gefallen: ich ziehe nach Köln. Ich sagte den neuen Job zu.

Mit dieser Entscheidung taten sich dann neue Fragen auf: Wo soll ich wohnen? Wie finde ich eine Wohnung? Wie organisiere ich meinen Umzug? Was kostet das?

Auch hier scannte ich alle Möglichkeiten ab; WG, Untermiete, Zwischenmiete, Hotel, möbiliertes Appartment, eigene Wohnung. Ich lud mir alle möglichen App runter und verbrachte ganze Tage damit, mich durch die Wohnungsanzeigen zu klicken, Bewerbungen an die jeweiligen Vermieter zu schicken und mir Konstellationen zu überlegen, wie ich alles organisieren sollte.

Dazu kam noch, dass ich enorm wenig Zeit hatte. Ich sollte den Job zwei Wochen später anfangen. Zusätzlich stand noch die Fashion Week in Berlin vor der Tür. Zeitdruck hoch 100!

Daher beschloss ich, die erste Zeit in ein Hotel in Köln zu ziehen. Hierbei kam mir mein neuer Arbeitgeber entgegen und übernahm die ganze Planung der Hotelzeit.

Dann noch die Frage, wie geht es mit dem Blog weiter. Für mich stand fest, dass ich auf jeden Fall meinen Blog weiterführen will, aber gerade in der Anfangszeit keine Zeit haben werde, regelmäßig zu bloggen. Ich machte mir Sorgen, wie ihr, meine Leser, darauf reagieren würdet.

Ein weiteres Problem, wenn ich in Kiel bzw in Berlin bin, kann ich mir keine Wohnungen angucken. Wohnungsbesichtigungen aus der Ferne, wie sollte das funktionieren? Meine spontane Lösung – Freunde aus Köln fragen, ob sie sich Wohnungen für mich angucken.

So kam es dann, dass Micha sich unter anderem eine Wohnung für mich anguckte. Er schickte mir ein kurzes Video von der Wohnung mit der Empfehlung, dass er die Wohnung gut findet. Darauf vertraute ich und bewarb mich dann quasi blind auf die Wohnung. Meine Chancen rechtnet ich mir sehr gering aus, da ich unter anderem keine 3 aussagekräftigen Gehaltsnachweise erbringen konnte, da ich meinen Job in Köln ja erst beginnen würde.

Was soll ich sagen, das Schicksal meinte es wohl gut mit mir, nur wenige Tage später bekam ich die Zusage für die Wohnung. Ab diesem Zeitpunkt war für mich klar, dass ich keine Angst mehr haben müsste, vor meiner Entscheidung nach Köln zu gehen. Alle Zeichen standen auf Köln. Ich dachte mir, irgendwer möchte, dass ich jetzt nach Köln ziehe. Warum weiß ich nicht, aber ich hinterfrage das jetzt auch nicht, sondern vertraue darauf.

Und nun bin ich hier. Mein erster Monat in Köln ist so schnell vergangen und es fühlt sich gut und richtig an. Ich habe endlich wieder einen Job, der mir Spaß bringt, wo ich gefordert, aber auch gefördert werde. Meine Kollegen haben mich toll willkommen geheißen und sofort in ihr Team integriert. Und ich sehe, dass ich mein berufliches Wissen, meine Persönlichkeit und meine Berufserfahrung einbringen kann und soll. Natürlich bedeutet das auch, dass ich momentan viel arbeite. Aber es fühlt sich trotzdem lohnenswert an.

Nach zwei Wochen im Hotel, wo ich nur aus Koffern gelebt habe, liegen hinter mir. Gerade sitze ich in meiner neuen Wohnung am Fenster und tippe diesen Text in meinen Laptop und freue mich ein neues Zuhause gefunden zu haben. Bislang habe ich nur das Nötigste hier in meiner neuen Wohnung. Gestern wurde mein neues Bett geliefert, was noch unaufgebaut in Kartons neben mir steht. Meine restlichen Möbel warten noch in Kiel auf mich, dass ich sie abhole.

Soviel ist in so kurzer Zeit passiert. Alles neu!

 

Diesen Blogpost widme ich meinem geliebten Kater <3

My Love is now in Heaven #rip #mylove #missyou

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One Reply to “Ahoi // Ich ziehe nach Köln – Wieso? Weshalb? Warum?”

  1. Hallo meine Liebe, ich wünsche dir für deine private und berufliche Zukunft in Köln alles erdenklich Gute. Ich hoffe ganz fest, dass du damit dein persönliches Ziel erreicht hast. Schöne Grüße aus Kiel, britti

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