Ahoi // Ich bin wütend :-(((

was mich richtig ärgert

Die Interview Anfrage

Ihr wisst ja, dass ich vor einiger Zeit Besuch vom Bayerischen Rundfunk bekommen habe und zum Thema Body Positivity für die Sendung PULS interviewt worden bin. Daraus ist dann ein wie ich finde toller und interessanter Beitrag geworden, der viel Diskussionspotential in sich hat. Der Beitrag und die anschließende Diskussion hat mir vor Augen geführt, wie wichtig mir das Thema Body Positivity ist und dass es mir ein großes Anliegen ist, mit den Vorurteilen zu diesem Thema aufzuräumen.

Anfang der Woche habe ich dann folgende Mail bekommen:

Sie hatten ja bereits mit meinen Kollegen von PULS TV Kontakt

Für das Szenemagazin Zündfunk (Bayern 2) mache ich einen Radiobeitrag – das Thema ist ebenfalls Body Positivity / BodyLove.

Ich denke, dass Sie da die ideale Gesprächspartnerin wären und wollte deshalb fragen, ob Sie Zeit für ein Interview hätten.

Das ginge auch per Telefon (oder sind Sie zufällig in München?) und würde ca. 15 Minuten in Anspruch nehmen.

Würde mich sehr freuen, wenn es klappt!

Ich hatte mich sehr über diese Anfrage gefreut und der Redakteurin gleich geantwortet und ihr gesagt, dass ich an Bord bin.

Das Interview

Da ich zu Hause keinen Festnetzanschluss habe und die Gesprächsverbindung übers Handy laut der Redakteurin nicht so gut zum Aufnehmen sei, einigten wir uns darauf, dass wir das Interview via Whatsapp Sprachnachrichten führen wollten. Wir telefonierten vorher kurz und die Redakteurin meinte dann, dass sie mir die Interviewfragen einfach per Mail schickt und ich sie dann in Ruhe per Whatsapp beantworten könnte.

Hier die Interviewfragen:

  • Was bedeutet Plus Size und wie wohl fühlst du dich mit dem Begriff?
  • Body Positivity: was bedeutet das für dich / Was hat es mit dieser Bewegung auf sich und wie „stark“ ist die Bewegung?
  • Kritikpunkte an Body Positivity: Wenn man genau hinschaut, werden auch altbekannte Schönheitsideale bedient, auch Plus Size-Models werden „idealisiert“ gezeigt, Fotos sind schön in Szene gesetzt, Haut wird geglättet etc. Wie stehst du dazu? Ist die Bewegung also gar nicht so „liberal“, wie sie scheint bzw. hat sie auch gewisse „Regeln“?
  • In manchen Plus-Size-Magazinen findet man trotzdem Abnehm-Tricks bzw. Dinge wie „Diese Klamotten lassen dich schmaler aussehen“. Ist das nicht das genaue Gegenteil von Body Positivity?
  • Ist Body Positivity nicht auch ein großes Marketing-Tool? (Viele Werbe-Kampagnen, oder das Label Body Positivity, mit dem sich Firmen „schmücken“ können…)
  • Es gibt auch sogenannte „Fat Activists“, die Frauen bedroht haben, weil sie abgenommen haben. Müssen sich Dünne vielleicht irgendwann rechtfertigen dafür, dass sie dünn sein wollen?
  • Viele Instagram-Stars im Plus-Size-Bereich bzw. mit dem Hashtag #bodypositivity zeigen sich nackt oder in Dessous. Klar sieht das „schön“ aus, aber ist das der Zweck von Body Positivity, möglichst viel Haut zeigen? (Das kritisieren z.B. auch Feministen)

Meine Antworten

Noch am selben Abend beantwortete ich alle Fragen der Redakteurin. Ich erklärte, dass der Begriff Plus Size der englische Begriff für Übergröße ist und ich mich mit diesem mehr wohl fühle, als mit Begriffen und Umschreibungen wie mollig, pummelig oder dick.

Dann erläuterte ich weiter, dass Body Positivity eine Bewegung ist, die sich dafür einsetzt, dass jeder das Recht hat, sich selber schön zu finden, egal, ob man nun den ganzen Körper voller Piercings oder Tattoos haben möchte, Locken hat, eine Zahnlücke hat, klein, groß, dick, dünn oder dunkelhäutig ist. Meiner Meinung nach ist Vielfalt im Aussehen toll und ich begrüße es, wenn jeder so sein und aussehen kann, wie er ist.

Dann habe ich weiter erklärt, dass Body Positivity und Plus Size nicht das gleiche ist, sonder Body Positivity eine Einstellung ist und Plus Size einen Körpertypen beschreibt. Body Positivity ist somit keine Bewegung, die nur dicke Menschen betrifft, sondern alle, die für mehr Selbstliebe sind.

Dann habe ich meine Sichtweise zu der Werbung und zu Plus Size Modeln dargelegt. Firmen, die ein Produkt bewerben wollen, tun dies, indem sie es besonders in Szene setzen. Dafür werden alle Models gut ausgeleuchtet, es wird Photoshop benutzt, die Models bekommen die Haare gemacht und werden geschminkt. Diesen ganzen Aufwand, der betrieben wird, um ein Model und letztlich ein Produkt optimal bewerben zu können, halte ich für legitim und ist meines Erachtens auch kein Widerspruch zu der Body Positivity Bewegung.
Das Firmen jetzt vermehrt auf Plus Size Models setzen ist auch in meinen Augen ein Trend, den ich allerdings begrüße.

Des Weiteren habe ich es abgelehnt, dass dünne Menschen von dicken Menschen diskriminiert werden, da auch das kein Ausdruck von Body Positivity ist.

Auf die letzte Frage habe ich geantwortet, dass es nicht der Zweck von Body Positivity ist, möglichst viel Haut zu zeigen und dass ich auch sehe, dass manche den Hashtag #BodyPositovity auch nur benutzen um Reichweite und Aufmerksamkeit zu bekommen. Kritik von Feministinnen am Ausziehen kann ich somit verstehen, denke, dass man als Frau seriöser wirkt, wenn man sich angezogen präsentiert, verurteile aber auch keine Frau, die auf nackte Haut setzt.

Hier meine kompletten Antworten als Video:

Und wie ging es nach dem Interview weiter?

Zwei Tage nachdem ich der Redakteurin meine Antworten geschickt hatte, fragte ich bei ihr nach, ob sie was mit meinen Antworten anfangen konnte. Zwischenzeitlich hatte sie sich nicht mehr bei mir gemeldet.

Ich erhielt dann diese Antwort von ihr:

Hallo Jana, entschuldige bitte die späte Antwort, aber es war sehr stressig gestern! Vielen herzlichen Dank für deine Antworten, ich fand sie super! Leider konnten wir aufgrund der Audioqualität sie nur als „Statement“ einbauen-dieses haben wir dann nachsprechen lassen. Den Blog haben wir erwähnt 🙂 Ich schick dir auch gleich den Link zum Beitrag. Da leider noch andere Gesprächspartner abgesprungen sind auf die letzte Minute, musste ich einen leicht ironisch/kritischen Kommentar daraus machen. Ich hätte lieber einen normalen Beitrag gemacht und die BP-Bewegung in all ihren Facetten und auch sehr positiven Auswirkungen dargestellt. So ist es dann leider nicht ganz geworden. Ich hoffe, du bist uns nicht böse deshalb! Es ging vorrangig um die Kritik, die BP als „Werbe-Tool“ zu „missbrauchen“ und nicht gegen die Bewegung selbst. Liebe Grüße und vielen Dank nochmal !!! Der Beitrag lief in dieser Sendung (gestern Abend), online ist noch im Aufbau 🙂

Was von meinem Interview übergeblieben ist?

Hört selber ab Minute 37:28 –> Hier geht es zum Interview

Ein Statement, was mir zugesprochen wird und was ich so nie gesagt habe:

Natürlich ist es nicht der Zweck von Body Positivity freizügige Fotos zu vermarkten. Wenn Frauen unter solche Bilder den Hashtag #bodypositivity setzen, dann wollen die vor allem Reichweite schnorren, weil Body Positivity gerade total en vogue ist und Titten und Unterwäsche gehen halt immer.

 

Meine Gedanken zu dem Beitrag

Auf gut deutsch gesagt, fühle ich mich verarscht! Für mich ist das Thema Body Positivity wirklich ein Herzensthema. Ich hab mir den Beitrag angehört und finde die Botschaft des Beitrags gar nicht gut. Ich bin unzufrieden. Nicht die Art Unzufriedenheit, die nach dem Verzehr zwei Teller Nudeln und Schoki zum Nachtisch entsteht, sondern die Art Unzufriedenheit, die entsteht, wenn man wütend ist. Dieses Statement, was mir hier in den Mund gelegt wird, ist nicht die Aussage, die ich über Body Positivity getroffen habe.

Ich finde dieses Vorgehen unprofessionell, da ich unter einem anderen Vorwand für das Interview gewonnen wurde. Wäre ich vorher über die Konzeptänderungen informiert worden, hätte ich keine Freigabe erteilt. Meine Aussagen sind aus dem Zusammenhang gerissen und stellen sie so dar, als ob ich die komplette Meinung des Beitrags befürworte.

Wenn man sich in den Medien bewegt und Sachen veröffentlicht, hat man eine Verantwortung! Es geht um Authentizität und Transparenz und gute Recherche, besonders im öffentlich rechtlichen Bereich.

Ich fühle mich getäuscht. Und bin enttäuscht. Und verärgert.

Ich bin nicht gegen kritische Meinungen oder Kommentare. Ich bin nicht gegen eine Meinung, die nicht meiner entspricht. Ich bin dagegen, dass mir die Entscheidung genommen worden ist, ob ich damit einverstanden bin, dass mein Name im Zusammenhang mit einem kritischen Beitrag steht, wenn doch eine andere Form vereinbart worden war. Ich bin gegen diese Art der zwischenmenschlichen Kommunikation.

Ich reagiere emotional, da ich für das Thema Body Positivity brenne. Weil ich weiß, was es bedeutet, sich den Großteil seines Lebens im eigenen Körper nicht richtig wohl zu fühlen. Weil ich weiß, was es bedeutet, mit Vorurteilen behaftet zu sein. Und weil ich weiß, was es bedeutet, sich hilflos und fremdbestimmt zu fühlen.

Das will ich nicht mehr! Ich stehe zu mir selbst, ich liebe mich genug, um meinen Frust bezüglich dieses Radio Beitrags heraus zu schreien. Ich bin wütend!

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12 Kommentare

  1. Krasser Text – hab ich mal geteilt! 🙂

    War in unserem PlusSize Fashion BlogRadar:
    https://kochkatastrophen.blogspot.de/p/plus-size-mode.html

    Viele Grüße,
    Marc 🙂

    1. plussizebynature sagt: Antworten

      Danke fürs teilen, lieber Marc!

  2. Hallo! Bin über Marc auf deinen Beitrag gestoßen. Du kannst verlangen, dass dein Anteil rausgenommen und/oder richtig gestellt wird. Lass das nicht auf dir sitzen. Schließlich geht’s um ein Thema, das dir wichtig ist.

    Es ist völlig üblich, dass Beiträge von den Beteiligten „abgesegnet“ werden müssen. So war das nicht vereinbart und du bist nicht zufrieden damit. Also beschwer dich 🙂 !

    Lg, Karin

    1. plussizebynature sagt: Antworten

      Danke liebe Kathrin für deine Tipps. Ich werde mich noch beschweren beim BR. Eine Richtigstellung hab ich mir ja jetzt schön selber geschrieben

  3. Hallo! Ich finde deine Richtigstellung hier gut und wichtig. Dennoch, denke ich auch, dass die Redakteurin selbst eine rausgeben sollte, da ja sicherlich nicht jeder Hörer auch deinen Block checkt.
    Und es ist eine Schweinerei, dass deine Aussagen in einem völlig anderen Beitrag eingebaut werden als vorher abgesprochen war. So was ist komplett unprofessionell!

    Lass dich nicht abwimmeln bei einem Thema, dass dir wichtig ist!

    Liebe Grüße und mach weiter so,
    Birte

    1. plussizebynature sagt: Antworten

      Danke Birte für dein Feedback! Ich hab mich bei Zündfunk beschwert und eine Richtigstellung verlangt. Mal gucken was kommt.

  4. Hey Jana,
    ich habe mal ins „Interview“ reingehört und finde es echt schade, was daraus geworden ist. Auch die Redakteure haben mich innerlich brodeln lassen. Es ist gut, dass du das Interview richtig gestellt hast und wir nun deine Sicht der Dinge kennen, andererseits traurig, dass es erst dazu kommen musste. Ärgere dich wegen solchen Leuten nicht, du weißt ja schließlich wie es letztendlich richtig ist.

    Liebe Grüße,
    Sophia <3

    1. plussizebynature sagt: Antworten

      Danke Sophia für deinen Zuspruch!

  5. Du hast viele richtige und wichtige Dinge in deinen Antworten angesprochen. Du darfst das mit dem Retuschieren natürlich legitim finden und man darf deine Meinung in der Beziehung auch wirklich nicht ändern. Das würde mich auch sehr ärgern.
    Ich persönlich, auch weil ich mich eher im englischen/amerikanischen Bereich informiere und inspirieren lasse, finde da die Einwände der Macher doch um einiges konsequenter und hilfreicher. Ich teile da die Meinung der britischen Journalistin. Zum Beispiel, verkauft Dove weiterhin Anti-Zellulite Creme und vermittelt damit, dass Zellulite weg muss, aber verschafft sich ein body-positives image mit Frauen aller Formen in ihrer Werbung; Plus Size Models bei den großen Labels müssen in der Regel schlanke Gesichter und eine Sanduhrfigur haben und dürfen eine 46 nicht überschreiten, Dehnungsstreifen werden natürlich auch wegretuschiert. Amy Schumer ist ein gutes Beispiel für jemand, die da mit einer gewissen Doppelmoral drangeht: einerseits vermarktet sie sich mit dem Image, nicht den perfekten, modeldünnen Körper zu haben, andererseits ärgert sie sich, wenn sie als „plus-size“ bezeichnet wird, in diese Kategorie (der richtig Dicken) will sie dann doch nicht gehören.
    Mich persönlich stören andere Dinge an dem Beitrag: Dass Body Positivity gleichbedeutend ist mit binge eating. Wenn sie die Hose am nächsten Morgen zwickt und sie das abhält body positive zu sein, dann empfehle ich eine andere anzuziehen, die besser sitzt. Dass, nur weil man den eigenen Körper nicht immer lieben kann, diese body positive Bewegung überflüssig ist, geht doch völlig am Thema vorbei. Allerdings sind aus diesem Grund, und der wachsenden Kommerzialisierung, auch viele amerikanische Aktivisten auf der Suche nach einem anderen Begriff, zum Beispiel body neutrality. Und wir können aufhören nicht mehr über Körper zu reden, wenn alle Körper gleich berechtigt und gleich wertig sind. Das hat nicht alles mit der persönlichen Einstellung zu tun. Das war, meiner Meinung nach, der echte Griff ins Klo an dem Beitrag. Dabei hat mir die Einleitung vom Moderator noch richtig gut gefallen. Dank des doofen Endes überwiegt für mich jedoch auch ein bitterer Nachgeschmack. Ich kann deine Enttäuschung und Wut gut verstehen.

    1. plussizebynature sagt: Antworten

      Danke Susanne für dein ausführliches Feedback! Am besten finde ich deinen Satz: „Wenn die Hose am nächsten Morgen zwickt, dann empfehle ich, eine andere anzuziehen, die besser sitzt.“ Mega gut!
      Bei dem Bericht von Zündfunk merkt man halt, dass hier unbedingt kritisiert werden wollte. Egal wie fundiert diese Meinung ist.

      Was deine anderen Beispiele angeht: Anti Cellulite kann man doof finden oder einfach nicht kaufen. Oder wenn man sie kauft, kann man trotzdem Body Positiv sein. Eitelkeit und gesunde Selbstliebe müssen sich nicht beisen. Hier kommt es vielmehr auf die eigenen Motive an. Ich finde es kaufmännisch nachvollziehbar, dass eine Körperpflege Marke wie Dove alle Cremes, die am Markt nachgefragt werden, auch anbietet. Da ist dann eher zu gucken, wie und ob eine Anti Cellulite Creme beworben wird. Wenn das genauso intensiv beworben werden würde, wie die anderen Produkte, die ganz laut Body Positivity schreien, dann würden sich die Werbebotschaften beißen und wären kritisierungswürdig.
      Dass Firmen bei ihrer Werbung überwiegend Models buchen, um ihre Produkte zu vermarkten, und nicht einfach Erna Müller von nebenan vor die Kamera stellen, ist für mich sehr nachvollziehbar, da sie ihre Produkte gut in Szene setzten wollen. Auch Plus Size Models unterliegen hier bestimmten Kriterien, die zwar nicht so streng sind wie bei den skinny Models, aber trotzdem bestehen. Ein Model sollte mindestens 1,75m groß sein, gepflegt, gute Haut, schöne Haare und Nägel, ein tolles Körperbewusstsein und einen gleichmäßig geformten Körper haben. Ein Model soll innerhalb der Werbung ein Produkt präsentieren und nicht dem Produkt die Show stehlen bzw. die Aufmekrsamkeit auf sich ziehen. Unter dem Gesichtspunkt kann ich es verstehen, dass die Firmen die Dehnungsstreifen wegretuschieren lassen (was sie übrigens auch bei anderen Modeltypen machen, die diese durch Wachstum bekommen haben).
      Werbung bildet niemals die Realität ab. Wer das glaubt oder fordert, hat den Sinn von Werbung nicht verstanden. Wenn ich in einen Burgerladen gehe, sieht der Burger auf dem Plakat auch nicht so aus, wie der, den ich dann verkauft bekomme. Wenn ich in einen Supermarkt gehe, ist der selten so leer und aufgeräumt, wie in der Werbung. Oder wenn ich ein Schnäppchen bei einer Reise mache, erklingt auch nicht einfach „i’ve got the power“.
      Für mehr Realität oder eine Variante der Realität gibt es ja Blogs oder Foren oder Vlogs. Da kann man sich dann realistischer informieren.

  6. Liebe Jana, das würde mich auch ärgern. Vor allem, wenn man die Mail von der Redakteurin liest und merkt, dass sie durchaus weiß, dass da was schief gelaufen ist. Manchmal passiert es in solchen Redaktionen, dass einem ein Beitrag von höherer Stelle „auseinander genommen“ wird, aber es ist trotzdem nicht nett, Dich darüber nicht vorher zu informieren.
    Trotzdem habe ich eine Bitte: Nimm das eher als Treibstoff für Dich, Dich weiter für das Thema einzusetzen – auch in den Medien. Du machst das nämlich ganz toll! Bei fast jedem Thema, das Diskussionspotential bietet, gerät man früher oder später in einen Beitrag in den Medien, der einen richtig wütend werden lässt. Das passiert den meisten. Lass Dich davon bitte antreiben und nicht abschrecken. Ich für meinen Teil möchte Deine Meinung zu dem Thema häufiger hören.
    Und ich finde es auch großartig, dass Du hier den Dialog offen gelegt hast. Danke dafür!
    Alles Liebe, Julia

    1. plussizebynature sagt: Antworten

      Hallo liebe Julia, danke auch dir für dein Feedback! Nach der ganzen Wut, die ich über den Beitrag für mich selber verspürt habe, gibt mir das Schreiben darüber und eure ganzen Rückmeldungen, sehr viel Energie um mich noch mehr für das Thema Body Positivity einzusetzen. Ich habe es geschafft, meinen Ärger kreativ zu nutzen und bekomme momentan so viel von euch zurück. Außerdem habe ich mich getraut, mit einer persönlichen Scham (falsche Darstellung) umzugehen und zu widersprechen. Das hat mich persönlich Mut gekostet, aber es hat sich gelohnt und mich bestärkt, mich noch weiter für das Thema in den Medien, aber auch auf meinem Blog einzusetzten. Den Schwung vom Arschtritt nimm ich also gerne mit.
      Außerdem wollte ich mit diesem Post zeigen, dass es nicht nur um Mode auf meinen Blog geht. Es ist zwar ein großer Teil, aber ich sehe ihn auch mehr als Ausdrucksmittel für die Plus Size Frau, die ich bin. Ich denke über Themen nach, ich habe eine Meinung und ich vertrete diese und trete damit für mich (und andere) ein. Dies empfinde ich als wichtigen Schritt in meiner Entwicklung, jeder kennt doch Momente, in denen man sich wünscht, was gesagt zu haben, aber sich nicht getraut hat. Ich kenne diese Momente auch nur zu gut. Und meist ärger ich mich dann über mich selber, bis ich gemerkt habe, dass man Schlagfertigkeit bzw. den Mut, was zu sagen, trainieren muss.
      Kurzum: Ich werde mehr über Body Positivity schreiben und meine Meinung weiterhin dazu öffentlich vertreten.

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